NEW 4.0: Neue Ergebnisse aus der Akzeptanzforschung

Wie wichtig ist den Norddeutschen der Klimaschutz? Welche Ziele hat aus ihrer Sicht die Energiewende? Und welche Faktoren erhöhen den Glauben an ihr Gelingen? Diesen Fragen geht die projektbegleitende Akzeptanzforschung im Verbundprojekt NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende nach. Schon seit Ende 2016 leistet NEW 4.0 einen wesentlichen Beitrag für die Realisierung der Energiewende in Norddeutschland, mit dem Ziel, Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2035 zu 100% mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen. Die am CC4E angesiedelte Akzeptanzforschung wird im Arbeitspaket 6 „Verwertung und Akzeptanz“ durchgeführt. Mit drei repräsentativen Online-Befragungswellen wurde in einer Studie erhoben, wie sich die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende entwickelt. Nun liegen die ersten Ergebnisse der dritten Befragungswelle vor und wir möchten Ihnen vor Veröffentlichung des Berichts einen ersten Einblick geben.

In den Jahren 2017, 2018 und 2019 wurde jeweils eine Befragungswelle durchgeführt, und eine Entwicklung ist dabei deutlich erkennbar: Waren Themen rund um Umwelt-, Klimaschutz- und Energiefragen in 2017 noch auf Platz 5 der wichtigsten Themen für die Entwicklung in Deutschland, so sind sie in 2018 auf Platz 3 und in 2019 sogar auf Platz 1 der wichtigsten Themen vorgerückt. Dies zeigt deutlich, wie das Interesse für die Energiewende in der Gesellschaft in den letzten Jahren gewachsen ist.

Bei der Frage nach den Faktoren, die einen besonderen Einfluss auf das Gelingen der Energiewende haben, gaben über 70% der Befragten eine effiziente Speicherung erneuerbarer Energien, einen weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie die politischen Rahmenbedingungen als die stärksten Einflussgrößen an. Auch die Akzeptanz von Veränderungen im eigenen Umfeld wurde von 69% als wichtiger Faktor für das Gelingen der Energiewende genannt.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass ein hoher Konsens darüber besteht, welche Ziele die Energiewende verfolgt, z.B. die Reduzierung der CO2-Emissionen und den Erhalt einer Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen. Allerdings ist die Skepsis, ob diese Ziele auch erreicht werden können, deutlich gestiegen. Das bedeutet, dass die befragte Bevölkerung zu einem Teil nicht an die Machbarkeit der Energiewende glaubt – was wiederum ausschlaggebend für die Akzeptanz ebendieser ist.

Diese und weitere spannende Ergebnisse der 3. Online-Befragungswelle werden in Kürze ausführlicher veröffentlicht. Wir halten Sie auf dem Laufenden!